Rassenhass nimmt in Deutschland zu

Schwarze Menschen in diesem Land sind im Alltag zunehmend mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert.

BERLIN

Rassismus und Diskriminierung von Schwarzen Menschen sind in Deutschland weit verbreitet, insbesondere im Bildungswesen, auf dem Immobilienmarkt und im Gesundheitswesen.

Dies geht aus einer Umfrage hervor, die von der in Berlin ansässigen Gruppe Each One Teach One in Zusammenarbeit mit Citizens for Europe durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde mittels Online-Interviews mit fast 6.000 Personen afrikanischer Herkunft durchgeführt.

Fast zwei Drittel der Befragten (67,6 %) gaben an, dass sie aus rassistischen Gründen schlechtere Noten als ihre Altersgenossen in der Schule oder an der Universität erhielten.

Der Studie zufolge ist Rassendiskriminierung auch auf dem Wohnungsmarkt nach wie vor ein weit verbreitetes Problem. 83,4 Prozent der Menschen afrikanischer Abstammung gaben an, diskriminierend behandelt worden zu sein.

66,7 Prozent der Befragten gaben an, dass die Ärzte ihre Behandlung ablehnend behandelt hätten.

Viele der Befragten gaben an, dass sie häufig diskriminiert werden, wenn sie sich an die Polizei oder andere öffentliche Behörden wenden.

Der Bericht fordert die deutschen Behörden auf, Aktionspläne zur Bekämpfung des Rassismus gegen Schwarze Menschen zu entwickeln, Gemeindeverbände von Menschen afrikanischer Abstammung zu unterstützen und Beratungsstellen für Opfer von Rassismus, Diskriminierung und Hassverbrechen einzurichten.

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