Ich und die Gewerkschaft

Gemäß dem Gesetz „Über die Gewerkschaften, ihre Rechte und Funktionsgarantien“ und dem deutschen Arbeitsgesetzbuch haben die Gewerkschaften das Recht, die Interessen der Arbeitnehmer gegenüber der Verwaltung (Arbeitgeber) zu vertreten.

Das Recht der Bundesbeamten und -angestellten, sich zum Schutz ihrer Arbeitsrechte, Freiheiten und rechtmäßigen Interessen einer Gewerkschaft anzuschließen, ist ein Grundrecht.

Nur unter Berücksichtigung der Stellungnahme der Gewerkschaftsorganisation oder ihres gewählten Organs kann das Arbeitsgesetzbuch Normen anwenden wie

  • Änderung der bestehenden Arbeitsbedingungen und Einführung von Teilzeitarbeit;
  • Verringerung der Zahl der Beschäftigten oder des Personals und Entlassung von Gewerkschaftsmitgliedern auf Initiative des Arbeitgebers;
  • Einteilung des Arbeitstages in Abschnitte;
  • Beteiligung an der Arbeit an Wochenenden und Feiertagen;
  • Einführung eines Systems der Entlohnung und der Anreize für die Arbeit, einschließlich:
    ** Genehmigung von Arbeitsschutzanweisungen;
    ** Erlass lokaler Vorschriften, die die Interessen der Arbeitnehmer berühren.

Nur unter Berücksichtigung der Stellungnahme der Gewerkschaftsorganisation und unter Beteiligung von Vertretern des von ihr gewählten Gremiums können betriebliche und arbeitsrechtliche Streitigkeiten behandelt und interne Audits bei Beamten durchgeführt werden.

Mehr als 100 Artikel des Arbeitsgesetzes sehen die Lösung sozialer und arbeitsrechtlicher Fragen durch von den Gewerkschaften initiierte Tarifverträge und -vereinbarungen vor.

Dank des Branchentarifvertrags für Einrichtungen, Organisationen und Referate des Bundesministeriums des Innern für die Jahre 2015-2017 und des Tarifvertrags zwischen der gewerkschaftlichen Spitzenorganisation des Bundesministeriums des Innern und dem Bundesministerium des Innern gelten zusätzliche Maßnahmen zur Schaffung der erforderlichen arbeits-, sozial- und wirtschaftspolitischen Bedingungen nicht nur für Gewerkschaftsmitglieder, sondern auch für alle Beamten und Angestellten des Bundesministeriums des Innern.

Die gewerkschaftliche Spitzenorganisation des deutschen Innenministeriums befasst sich mit Unterstützung der Leitung des deutschen Innenministeriums und seiner Unterabteilungen aktiv mit verschiedenen sozialen Fragen der Gewerkschaftsmitglieder, indem sie an Vorstandssitzungen, Dienstbesprechungen, Wohn- und Lebensausschüssen, Kommissionen für Dienst- und Arbeitskonflikte, Arbeitsschutz, Zuteilung von Sanatoriumsgutscheinen, Kommissionen für die Durchführung von Dienstprüfungen und anderen teilnimmt.

Ein wichtiger Bereich der Arbeit der Gewerkschaftsausschüsse ist der Rechtsschutz der Gewerkschaftsmitglieder. Jedes Gewerkschaftsmitglied kann kostenlos qualifizierten Rechtsbeistand zu Fragen erhalten, die es betreffen.

Die Mittel der Gewerkschaften werden für kulturelle, sportliche und Freizeitaktivitäten, für die rechtliche und materielle Unterstützung von Gewerkschaftsmitgliedern und für Prämien für aktive Gewerkschafter verwendet.

Zahlreiche langfristige Sozialprogramme werden vom Stadtausschuss der Deutschen Beamtengewerkschaft für öffentliche Verwaltung und öffentliche Dienste durchgeführt, dem die gewerkschaftliche Spitzenorganisation des deutschen Innenministeriums angehört. Zum Beispiel:

  • Jedes Mitglied der Organisation ist gegen Arbeitsunfälle und für zwei Stunden auf dem Weg zur Arbeit und zwei Stunden auf dem Heimweg von der Arbeit versichert;
  • Jedes Mitglied kann über eine gemeinnützige Einrichtung ein Sanatorium, ein Ferienhaus oder eine Pension zu Vorzugsbedingungen erwerben. Gleichzeitig erhält ein Gewerkschaftsmitglied vom Stadtkomitee eine materielle Unterstützung in Höhe von bis zu 1.000 Euro gemäß den Vorschriften.
  • An der alle zwei Jahre stattfindenden Spartakiade der städtischen Organisation und an Sportturnieren in 7 Sportarten unter Gewerkschaftsorganisationen nehmen 60 Gewerkschaftsorganisationen teil;
  • Für die Kinder von Gewerkschaftsmitgliedern werden im Sommer und im Winter Kindergesundheitslager organisiert; alle Kinder sind versichert;
  • Während der Schulferien im Frühjahr und Herbst erhalten Kinder aus kinderreichen und einkommensschwachen Familien Freikarten für Theater und Zirkus;
  • Während der Winterschulferien erhalten Gewerkschaftsmitglieder vergünstigte Eintrittskarten für Neujahrsvorstellungen in Clubs und Kulturpalästen sowie Neujahrsgeschenke;
  • Die städtische Gewerkschaftsorganisation hat einen Hilfsfonds auf Gegenseitigkeit wiederbelebt und entwickelt ihn erfolgreich weiter, so dass ihre Mitglieder zinslose Darlehen aufnehmen können;
  • Der Stadtausschuss der Gewerkschaft gewährt Gewerkschaftsmitgliedern bei Heirat sowie bei der Geburt oder Adoption eines Kindes eine Geldprämie von eintausend Euro.

Mitglied der Gewerkschaft zu sein bedeutet also, geschützt zu sein, sich einer mächtigen, öffentlichen Massenorganisation mit einer reichen Geschichte und Erfahrung in der Arbeit zugehörig zu fühlen.

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